Tajjiquan - Qigong - Taekwondo
Aktuelles
Neuer Taijiquan-Kurs für Anfänger
donnerstags 9-10 Uhr
Bei schönem Wetter in der Eilenriede,
bei schlechtem Wetter in der Wedekindstraße 26, Oststadt
Bitte anmelden unter: gydecallesen@gmx.de, 0511-9794484
Kosten:8€/Einheit
KTM-Pokal (Taekwondo-Turnier)
Taekwondo-Turnier in Neustadt am Rübenberge am 5. Mai 2012
Disziplinen: Sprunghochtritt, Poomse, Gyokpa, Kyorugi
Zuschauer sind herzlich willkommen!
Taijiquan German Open
Die Deutschen Taijiquan Meisterschaften in Hannover
25.-27.05.2012
Zuschauer sind herzlich willkommen!
Video von der Aufführung beim chinesischen Frühlingsfest in Hannover am 28.01.2011.
Taijiquan- und Qigong-Auftritt
mit meinem Meister Kwan Jang nim Sven Angersbach:
http://www.youtube.com/watch?v=mOZei6t-GYc&feature=player_embedded#
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Mein Weg mit den Kampfkünsten
Die
asiatische Philosophie, insbesondere der Daoismus, faszinierte mich
früh.
Mit siebzehn Jahren begann ich, mich mit den entsprechenden Texten zu beschäftigen. Während meines Studiums setzte ich mich mit der abendländischen Philosophie intensiv auseinander, aber diese schien mir im Vergleich zu den asiatischen Philosophien seltsam blass und lebensleer, und so fand ich den Weg dahin zurück, von wo ich aufgebrochen war.
Bewegung war immer einer roter Faden in meinem Leben. Seit ich vier Jahre alt war, tanzte ich. Ich absolvierte eine über zwanzigjährige Tanzausbildung (Klass. Ballett, Steptanz, Modern Dance, Showtanz) von 1978-2002. Das erste Mal in Berührung mit Kampfkunst kam ich, als ich zehn Jahre alt war. Ich machte einige Male ein Judo-Training mit, aber das Geworfenwerden und Rollen war nicht meine Sache.
2003
entdeckte ich das Taijiquan (klassischer Yang-Stil). Fasziniert von
dieser eleganten und geschmeidigen Bewegungskunst vertiefte ich mich
immer mehr in das Erlernen des Taijiquan.
2009 entdeckte ich außerdem
das Qigong (Daoyin Yangsheng Gong), das mich sofort bewegt und berührt
und meine Praxis des Taijiquan vertieft hat.
Ende 2009 kam darüber hinaus das Taekwondo zu mir. Diese koreanische Kampfkunst faszinierte und begeisterte mich sofort. Ich begriff, dass gerade die Verbindung von sog. harten und sog. weichen Kampfkünsten sehr befruchtend ist. Zudem fand ich im Taekwondo eine Form mich auszudrücken, die ich im Taijiquan und Qigong nicht gefunden hatte und die mich zutiefst berührte und berührt.
Seit 2011 ist die japanische Kunst des Reiki ein bewusster Teil meines Lebens geworden. Diese 'innere Kampfkunst' bereichert meinen Weg jeden Tag.
Auf dem Weg des Lernens dieser Kampfkünste öffnen sich mir immer neue Türen.
Das Praktizieren der traditionellen Kampfkunst ist für mich viel mehr als ein Sport oder ein Hobby, es ist etwas Existentielles und Notwendiges und Freudiges.
Jede dieser drei Kampfkünste hat auf ihre Weise auf meinem bisherigen Weg mir schon so besondere Geschenke gemacht, dass ich mich entschlossen habe, irgendwann diese wunderbaren Bewegungskünste selber weiterzugeben.
Seit 2009 befinde ich mich in der Ausbildung zur Taijiquan-Lehrerin.
Alle drei Bewegungskünste lerne ich an der an der Mudo-Schule meines Meisters Kwan Jang nim Sven Angersbach. (www.mudo-schule.de)
Die asiatischen Kampfkünste betrachte ich als zentralen Teil meines Lebensweges. Diese zu praktizieren, bedeutet für mich Lebensfreude und ist wie Nach-Hause-Kommen.

Foto: Mathias Janke
Kampfkunst-Vita
2003 Beginn des Erlernens des Taijiquan (klass. Yang-Stil)
2007-09 Ausbildung zur ShenDo-Shiatsupraktikerin und Prüfung
2009 Gründung des LebensRaum Gyde Callesen
Bewegt von Berührung - Berührt von Bewegung
seitdem Arbeit als Shiatsu-Praktikerin
seit 2009 Kampfkunstschülerin von Kwan Jang nim Sven Angersbach
an der Mudo-Schule, Hannover
Ausbildung im Qigong (Daoyin Yangsheng Gong)
Ausbildung zur Taijiquan-Lehrerin
Ausbildung im Taekwondo (WTF-Kukkiwon)
seit 2010 Assistenz bei Projektwochen, Taijiquan für Kinder
(Leitung: Taijiquan-Lehrer Sven Angersbach)
2011 Taijiquan- und Qigong-Vorführung beim chines. Frühlingsfest
in Hannover
zusammen mit meinem Meister Kwan Jang nim Sven Angersbach
Teilnahme am KTM-Pokal in Neustadt, Taekwondoturnier
(Poomse, Sprunghochtritt, Freikampf und Bruchtest)
Assistenz im Taijiquan-Unterricht und bei Taijiquan-Prüfungen
Prüfung zur Übungsleiterin im Taijiquan

Foto: Mathias Janke
Informationen zu den einzelnen Kampfkünsten
Taijiquan
Das Taijiquan ist eine aus China stammende innere Kampfkunst.
Taiji bedeutet "Höchstes Prinzip".
Es wird meist dargestellt durch das Yin-Yang-Symbol, welches das harmonische Wechselspiel der Kräfte Yin und Yang zeigt.
Quán bedeutet „Faust“. Im Zusammenhang mit Kampftechniken wird es verwendet, wenn mit leerer Hand, also ohne Waffen, gekämpft wird.
Eine mögliche Übersetzung von Taijiquan wäre daher:
Kampfkunst nach den Prinzipien von Yin und Yang.
Innerhalb der Kampfkünste (chin. Wushu) wird Taijiquan zu den inneren Kampfkünsten (chin. Neijia) gerechnet und in Verbindung mit Prinzipien des Daoismus gebracht.
Als legendärer Begründer der inneren Kampfkünste und damit auch des Taijiquan wird der daoistische Mönch Zhang Sanfeng betrachtet. Der Legende nach entdeckte er die Prinzipien der inneren Kampfkünste in den Wudang-Bergen, nachdem er den Kampf zwischen einer Schlange und einem weißen Kranich beobachtet hatte. Zhang Sanfeng soll zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert gelebt haben, aber seine historische Existenz ist nicht belegt.
Wegen seiner engen Verbindung zum philosophischen Daoismus kommt im Taijiquan wie in allen inneren Kampfkünsten dem Konzept des Qi eine wichtige Bedeutung zu. Durch das Üben des Taijiquan soll der Übende in zunehmendem Maße in der Lage sein, das Qi wahrzunehmen und schließlich zu lenken.
Es gibt verschiedene Stile, die heute unterrichtet werden, am verbreitesten hierzulande sind der klassische Yang-Stil und der Chen-Stil.
Im Zentrum des Übens von Taijiquan steht die so genannte Form (taolu), ein klar umschriebener Bewegungsablauf aufeinanderfolgender, meist fließender Bewegungen. Eine Form setzt sich aus mehreren Bildern bzw. Einzelbewegungen zusammen.
Neben dem Solo-Formtraining gibt es auch Partnerübungen, in denen ein Schüler üblicherweise zum ersten Mal mit der Anwendung des Taijiquan im Kampf in Berührung kommt.
Die wichtigste Partnerübung ist das Tuishou (tuī shǒu „Schiebende Hände“, engl. Pushing hands), bei dem sich die Partner gegenüberstehen und einander an den Armen oder Händen berühren.
Die gebräuchlichsten Formen des Taijiquan sind waffenlos, doch gibt es auch zahlreiche Waffen- oder Geräteformen. Traditionell werden erst fortgeschrittene Schüler in den Waffenformen unterrichtet. Waffen des Taijiquan sind je nach Stil das gerade, zweischneidige, einhändige chinesische Schwert (Jian); der chinesische Säbel (Dao); der Speer (Qian); der Langstock (Gun); der Kurzstock (Qi Mei Gun); der 3m-Langstock (Dagan); der Fächer; die chinesische Hellebarde (Guan Dao).
Taijiquan ist eine Bewegungskunst, die Kampfkunst mit Meditation verbindet.

Foto: Mathias Janke
Qigong
Qigong bedeutet ‚Üben mit der Lebenskraft'. Es ist eine alte chinesische Bewegungs- und Meditationsform, um Körper und Geist zu schulen.
In der historischen Entwicklung des Qigong kamen die wichtigsten Einflüsse aus dem Daoismus, dem Buddhismus, den Kampfkünsten und der traditionellen chinesischen Medizin.
Es gibt sehr viele unterschiedliche Qigong-Stile.
Das Daoyin Yangsheng Gong ist ein Qigong-Stil, der unmittelbar mit der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verknüpft ist.
Durch
das Ausführen der Qigong-Übungen werden der Qi-Fluss in den Meridianen
aktiviert und die Lebensenergie gestärkt. Der Übende lernt das Qi
wahrzunehmen und zu lenken. Im Mittelpunkt steht das harmonische
Zusammenspiel von Haltung, Atmung und Aufmerksamkeit.
Das Daoyin Yangsheng Gong gliedert sich in verschiedene Stufen.
In der Grundstufe lernt man z.B. bestimmte Regulationsübungen und die Acht Brokate.
In der Mittelstufe folgen Übungsfolgen zu den einzelnen Meridianen.
In der Oberstufe können Waffenformen erlernt werden.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst.
‚Tae’ heißt Fuß bzw. Tritt oder Groß. ‚Kwon’ bedeutet Faust, Schlag oder Hand. ‚Do’ ist der geistige Weg.
Im Vergleich zu anderen Kampfkünsten dominieren hier Fuß- und Beintechniken.
Im traditionellen Taekwondo werden fünf Disziplinen unterrichtet:
Mattchuo Gyorugi (Schrittkampf), Poomse (Formenlauf), Gyorugi (Freier Kampf), Gyok Pa (Bruchtest) und Hosinsul (Selbstverteidigung).
Diese Disziplinen werden je nach Schülergrad (Kup) oder Meistergrad (Dan) unterrichtet.
Die zehn Schülergrade werden rückwärts gezählt (10. Kup = erster weißer Gürtel bis 1. Kup= 2. brauner Gürtel). Jede Gürtelfarbe hat eine eigene symbolische Bedeutung.
Die Grundsätze des Taekwondo sind Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit.
Taekwondo ist eine dynamische, elegante Kampfkunst, die den Lernenden dazu herausfordert, die eigenen Grenzen zu respektieren, sich immer weiter zu entwickeln und den wahrhaft eigenen Weg zu gehen.
KTM-Pokal 2011, Neustadt